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Object of the Month

“montan.dok 21” is a research project that delves deeper into the history of the museum collections retained by the Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok), and its inventories are recorded and analysed. The diversity of the material mining heritage in our collections ranges from large machines to a statue of St. Barbara, from a company brochure to a watch presented as an anniversary gift. All the objects relate the history of mining in a myriad of ways.

 

The Object of the Month is the shop window for our research into collections and objects. The researchers engaged in this project examine sample artefacts covering a range of material properties, sectors of industry, and periods of mining history. At the same time, they afford a glimpse into the various collections held by the montan.dok – in the Mining Archive of Bochum, the library/photo library as well as the museum collections themselves.

Bergbau im Aquarium

Die ersten Pläne für ein „Tiefsee-Aquarium“ zur Präsentation des Themas Meeresbergbau im damaligen Bergbau-Museum Bochum stammen aus dem Jahr 1972. Es sollte nicht nur den ungewohnten Blick unter den Meeresspiegel ermöglichen, sondern auch zeigen, wie die Rohstoffe am Boden der Ozeane in Zukunft gewonnen werden könnten.

Der Schein trügt: Die Aktie der Bergbau-Aktien-Gesellschaft Medio-Rhein von 1858

Die aufwendig gestaltete Aktie der Bergbau-Aktien-Gesellschaft Medio-Rhein zu Duisburg am Rhein von 1858 ist ein besonders schönes Stück der archivischen Spezialsammlung K: Kuxe und Aktien des Bergbau-Archivs Bochum. Der schöne Schein trügt aber insofern, als die Aktie für einen Misserfolg in der Geschichte der Steinkohlenförderung steht.

Kohlenkauf als Bürgerpflicht?

Die Bilderserie im Werbeheft macht auf den ersten Blick einen unschuldigen Eindruck. Strahlende Kinder spielen rund um den heimischen Kohlenofen, in der Badewanne oder am Kamin. Die behagliche Wärme ist auf die Heizkraft der „deutschen Saarkohle“ zurückzuführen. Warum wird aber dazu aufgerufen, die Saar nicht zu vergessen und zu ihr zu stehen? Der Auftraggeber der Werbung bezog sich offenbar auf die Abstimmung zur Rückgliederung des Saargebiets an Deutschland vom 13. Januar 1935, um ökonomisch von der nationalistischen Stimmung im Land zu profitieren.

Eine „erste Locomotive mit Luftbetrieb“ der Maschinenbau AG Humboldt

Im Jahr 1875 sandte der Generaldirektor der Maschinenbau AG Humboldt, Martin Neuerburg, einen Brief an Berghauptmann Albert Ludwig Serlo nach Breslau. Darin beschreibt er eine Grubenlokomotive mit Druckluftantrieb. Zusammen mit den zeitgleich beim Bau des Gotthardtunnels eingesetzten Druckluftlokomotiven steht diese Maschine für den Beginn der gewerblichen Nutzung der Drucklufttechnik in der Lokomotivförderung.

Rekonstruktion des Karbonzeitalters zwischen Kunst und Wissenschaft: Die Waldsumpfmoorlandschaft von Willy Kukuk

Bergbaumuseen bilden vielfach nicht nur den Bereich des Abbaus der Rohstoffe mit seinen technischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten ab, sondern geben auch einen Einblick in seine natürlichen Grundlagen. Mineralien- und Fossiliensammlungen, Lagerstättenmodelle des Steinkohlengebirges sowie bildliche Rekonstruktionen der Natur aus der Entstehungszeit der Kohle geben einen Eindruck von den natürlichen Voraussetzungen des Wirtschaftszweigs.

Die Liste als Schlüssel zur Erinnerung

Eine Liste bringt Ordnung ins Chaos und ist als Gedächtnisstütze unverzichtbar. Im Deutschen Bergbau-Museum Bochum gibt es selbstverständlich praktische Listen wie Eingangsbücher für Museumsobjekte – aber wofür sind Aufzählungen über diesen konkreten Nutzen hinaus zu gebrauchen? Mehr über praktische Listen, eine literarische Liste in Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ und die Liste als Ausdruck persönlicher Erinnerungen findet sich im Artikel zum aktuellen Objekt des Monats.

Der Schwanzhund: Eine besondere Stiftung für das damalige Bergbau-Museum Bochum

Noch heute ist nicht endgültig geklärt, woher der Begriff Hund bzw. Hunt oder Hunte für ein Gefäß mit zwei Räderpaaren ungleicher Größe stammt. Die Bezeichnung für das seit dem 16. Jahrhundert im Bergbau belegte Fördermittel könnte auf das slowakische Wort hyntow für Wagen zurückgehen oder ist doch einfach mit dem Tier selbst in Verbindung zu bringen.